Italienische Fußgängerampeln

Italienische Fußgängerampeln – ich gehe jetzt mal davon aus, dass das kein rein römisches Phänomen ist – haben mich in den ersten Tagen in Rom irgendwie verwirrt.
Im Gegensatz zu Deutschland gibt es drei Ampelphasen für Fußgänger: ein grünes gehendes Männchen, ein rotes stehendes Männchen – und dazwischen ein gelbes stehendes Männchen.
Weil das Männchen steht, bin ich immer brav an den Ampeln mit gelbem Männchen stehen geblieben. Tatsächlich ist das aber eher ein „jetzt aber schnell noch rüber“-Männchen, zumindest wird es von allen anderen so interpretiert, und es gibt auch Ampeln, an denen in der gelben Phase die Sekunden bis „rot“ heruntergezählt werden, sodass man weiß, wie lange man jetzt noch Zeit hat.  Rein logisch betrachtet müsste es dann allerdings eher ein gelbes gehendes Männchen sein. Oder ein gelbes rennendes Männchen.

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Begegnungen in der Vatikanstadt

Ich bin heute spontan in die Vatikanstadt gefahren, weil das nur zwei Haltestellen mit der Bahn von meinem aktuellen Wohnort (immer noch Hotel) nahe der Station Roma Trastevere sind. Dort habe ich Postkarten gekauft, geschrieben und versendet – mit der vatikanischen Post, die sich in einem Container auf dem Petersplatz befindet:

Anschließend habe ich noch ein paar Fotos gemacht, unter anderem auch von einer singenden Gruppe Jugendlicher mit einem großen Holzkreuz. Die haben mich dann auch gleich angesprochen und mir erklärt, dass es sich dabei um das berühmte Weltjugendtagskreuz handelt. Ich wurde dann auch gleich damit fotografiert.

Anschließend wurde ich dann zum internationalen Jugendgottesdienst in die Basilika San Lorenzo in Piscibus bzw. ins Centro San Lorenzo eingeladen, der hauptsächlich auf Italienisch stattfand, mit einer Lesung auf Deutsch und ein bisschen Französisch zwischendurch. Die Jugendlichen (8 Leute aus 7 Ländern) machen so eine Art Missionars-Traineeprogramm der Emmanuel School of Mission für 10 Monate in Rom. Im ersten Monat machten sie einen Crashkurs in Italienisch und kommunizieren seitdem auf Italienisch untereinander.  Nicht Englisch, Italienisch. Ziemlich verrückt und cool. Sie haben täglich Unterricht in Bibelkunde und Philosophie, und alles auf Italienisch. Jedenfalls eine sehr nette Gruppe.

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Sightseeing bei bestem Wetter fortgesetzt

Das Wetter in Rom ist gerade traumhaft, und so bin ich viel herumgelaufen und habe mir das historische Stadtzentrum angesehen. Hier ein paar Eindrücke:

Und ein Spaziergang durch Trastevere:

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Was mir in Rom auffällt

  1. An beliebten bzw. von Menschenmassen überlaufenen Orten stehen Soldaten mit Maschinengewehren. Als würde ein bisschen Polizei nicht reichen…

  2. Es gibt keine Drogerien und Sonnencreme ist sehr teuer. Allerdings habe ich jetzt ein bisschen recherchiert und herausgefunden, dass Sonnencreme offenbar überall teuer ist, nur nicht in Deutschland. Hätte ich das mal gewusst…Aber hätte eh nicht mehr in mein Gepäck gepasst. (Nachtrag: Habe mir jetzt eine kleine 50ml Tube in der Apotheke /Parafarmacia gekauft. 50% reduziert hat sie immer noch 9,50€ gekostet, haha.)
  3. Dafür sind öffentliche Verkehrsmittel sehr billig. Ein Ticket kostet 1,50€ und kann 100 Minuten lang genutzt werden. Dabei kann man beliebig oft umsteigen und zwischen Bus, Tram,Metro und innerstädtischer Bahn hin- und her wechseln (wobei man Metro und Bahn nur einmal benutzen darf). Lustigerweise verkaufen Ticketschalter in Bahnhöfen keine Tickets dafür. Ich habe es versucht, und wurde dann an den Tabakladen gegenüber verwiesen. Fand ich etwas verwunderlich, aber immerhin gibt es dafür an jeder Ecke Tabakläden. Ticketautomaten gibt es dafür nur sehr vereinzelt.
  4. Bei 25 Grad Celcius und strahlendem Sonnenschein laufen die Italienerinnen und Italiener immer noch mit Jacke und Schal rum. Und ich dachte, die Thais wären seltsam, was Temperaturen angeht.
  5. Hier rauchen viel mehr Menschen als in Deutschland.
  6. Tankstellen stehen einfach direkt am Straßenrand.
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Homeless in Rome

Ich bin mittlerweile in Rom angekommen und wohne aktuell noch im Hotel, während ich verzweifelt auf der Suche nach einer Unterkunft bin. Das ist schwieriger als ich dachte. Falls sich die nächsten Tage nichts ergibt, werde ich wohl in ein Hostel umziehen, weil das auf Dauer sonst zu teuer wird. Heute habe ich aber mal den Tag für ein bisschen Sightseeing genutzt, weil ich eh gerade nicht weiter auf Wohnungssuche gehen kann (weil ich eine Vorabanfrage über so eine Agentur gestellt habe, die quasi schon mal die erste Miete von mir geblockt hat, während der Vermieter noch bis morgen Abend Zeit hat, zu- oder abzusagen). Tolles Konzept…nicht!

Basilica Papale di Santa Maria Maggiore

Colosseum (Coliseum)

Colosseum (Coliseum)

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Abschied aus Bangkok

Die Zeit in Bangkok ging schnell vorbei, vielleicht ein bisschen zu schnell. 🙂

Hier noch ein paar Fotos mit Kollegen und Freunden zum Abschluss, ein paar davon sind schon älter.

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Grillen grillen

Kurz vor meiner Heimreise nach Deutschland habe ich jetzt heute doch noch Insekten gegessen. Mein Kollege hat sie mir freundlicherweise aus dem 7/11-Markt mitgebracht, nachdem ich letzte Woche erwähnt hatte, dass ich sie gerne mal probieren würde, aber so selten irgendwo welche verkauft werden (jedenfalls tagsüber). Im 7/11 hatte ich sie bisher immer übersehen, was vielleicht auch an der niedlichen Verpackung liegen könnte:

Einmal 8 Gramm getrocknete (oder gegrillte? jedenfalls nicht frittierte) Grillen zum Mitnehmen, bitte!

Ausgepackt sah das dann so aus:

(In der Tüte war aber noch mehr davon. Man glaubt gar nicht, wie viele Grillen man braucht, um 8 Gramm vollzukriegen).
Ja, also habe schon Appetitlicheres gesehen. Und als Quasi-Vegetarierin musste ich dann mal eine Ausnahme machen.

Geschmeckt hat es ziemlich unspektakulär, sie waren gut gesalzen, also war es wie ein salziger, crunchiger Cracker-Snack. 🙂 Aber nicht schlecht. Mit den Beinen muss man ein bisschen aufpassen, die sind etwas pieksig.

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Der Stammbaum der Pomelo

Vor kurzem habe ich zum ersten Mal Pomelo gegessen, eine sehr leckere Frucht, die leider ein bisschen teuer ist. Dann habe ich mich gefragt, was genau die Pomelo eigentlich ist, und habe auf Wikipedia nachgelesen, und dabei bin ich dann auf folgende Information gestoßen:

(Quelle: Web42 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=29771346)

Meine Erkenntnis des Monats! (Also eigentlich noch des letzten Monats, aber ich finde es immer noch unglaublich, dass diese Information bisher nicht bei mir angekommen war.)

Die Grafik sagt folgendes: Die Orange ist eine Kreuzung aus der Mandarine und der Pampelmuse. Und die Grapefruit ist eine Kreuzung aus der Orange und der Pampelmuse. Und die Pomelo ist eine Kreuzung aus der Grapefruit und der Pampelmuse. Erstaunlicherweise ist die Pomelo nicht bitter, obwohl Grapefruit und Pampelmuse bitter sind.

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Wie man in Bangkok ein Stromkabel verlegt

Letzte Woche auf dem Heimweg gesehen, war leicht fassungslos:

Die Bildqualität ist leider nicht so gut, da ich nur mein Handy dabei hatte. Jedenfalls haben sich diese Elektriker einfach mit einer riesigen Bambus(!)-Leiter ohne Stütze mitten im Berufsverkehr auf eine Straßenkreuzung gestellt, um ein neues Kabel über die Straße zu verlegen.
Einer hielt unten fest und einer kletterte hoch – bestimmt über 5 Meter. Und die Leiter war oben nur an die Stromkabel angelehnt…

Ansonsten habe ich mittlerweile das Nähmaschinen-Rätsel gelöst (siehe Beitrag unten).
Weil in Bangkok es seit letztem Jahr mehr und mehr verboten wird, Street Food Stalls und sonstige kleine Händlerstände auf Bürgersteigen und an der Straße zu betreiben (die genaue Regelung kenne ich auch nicht), müssen sich die Menschen Alternativen überlegen. Und eine Alternative ist, das Geschäft einfach auf ein Auto zu verlagern, das dann an der gleichen Stelle an der Straße parkt. Sehr schlau! Deswegen sieht man jetzt in Bangkok mehr und mehr Pick-ups, die sich dafür anbieten, weil sich die Händler einfach hinten auf die Ladefläche setzen können, um ihre Dienstleistungen und Waren anzubieten. Die Näherin habe ich nun auch auf so einem Pick-up wiedergefunden…

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Eine Nähmaschine zog weg…

Seit Wochen laufe ich immer wieder an diesem Schild vorbei, das an einem Strommast befestigt wurde, und es macht mich immer nachdenklich – heute daher ein spontanes Handyfoto:

Eine Nähmaschine zog weg, um auf einem Pick-up zu arbeiten

Die genaue Geschichte dazu kenne ich nicht. Ich weiß nur, dass an der Stelle an der Straße vorher mal eine Frau mit einer alten Nähmaschine saß, die Kleidungsreparaturen anbot.

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